Medizin, Arzt, Studie, Krankenhaus

Probanden für Studie gesucht

Es geht um die Frage – Müssen Patienten mit einem Narbenbruch immer operiert werden?
Um diese Frage wissenschaftlich beantworten zu können, wird eine Studie zur Behandlung von Narbenbrüchen gestartet, für die das Universitätsklinikum Münster nun Probanden sucht.

Erforscht werden soll, ob bei Patienten, die unter geringen Beschwerden leiden, eine systematische ärztliche Beobachtung der Symptome anstelle einer OP ausreichend ist. Ein Narbenbruch gehört zu den häufigsten Komplikationen nach einer Operation. Eine sogenannte Hernie entsteht, wenn nach einer Bauch-OP das Bindegewebe im Bereich der Operationsnarbe auseinanderweicht und sich Gewebe oder Organe im Bauchraum durch die entstehende Lücke vorwölben. Zwar besteht dabei grundsätzlich die Gefahr einer akuten Einklemmung des Darms in der Bruchlücke, jedoch tritt diese Komplikation nur selten auf. In Deutschland werden pro Jahr fast 50.000
Narbenbrüche chirurgisch behandelt.

Für die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte multizentrische AWARE-Studie werden noch Probanden gesucht. Teilnehmen können Patienten ab 18 Jahren, die unter einem Narbenbruch leiden, der keine oder geringe Schmerzen verursacht. Die Studie sieht vor, dass die Patienten nach dem Zufallsprinzip in eine der beiden Gruppen zur Beobachtung oder zu einer Operation ausgelost werden.

Die Teilnehmer beider Studiengruppen werden über zwei Jahre lang regelmäßig ärztlich untersucht. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0251 83- 56356 oder per E-Mail an Oberarzt Priv.-Doz.Dr. med. Rudolf Mennigen rudolf.mennigen@uni-muenster.de oder Frau Ulrike Kein ulrike.Kein@ukmuenster.de melden.