Ein zauberhaftes Bahnhofsgesicht auf der Ostseite ?

Am heutigen Donnerstagnachmittag wurde das mögliche neue Gesicht 163168Pdes östlichen Hauptbahnhofes vorgestellt. Auf dem insgesamt 7800 Quadratmeter großen Grundstück, soll es nach einem Entwurf der Architekten Kada-Wittfeld aus Aachen, ein perfektes Zusammenspiel aus Leben, Einkaufen und Reisen geben. Das Konzept wurde von der Landmarken AG aus Aachen entworfen. Wenn dieser Entwurf realisierbar und bezahlbar ist, wird niemand mehr von einer Bahnhofsrückseite sprechen, vielmehr integriert das Konzept den Bahnhof zwischen Innenstadt und Hansaviertel zu einem Ganzen.

„Nicht nur das Fahrradchaos würde nicht mehr an repräsentativer Stelle vorherrschen, sondern möglicher Weise, vornehm auf einer Seite im Hamburger Tunnel verschwinden und 163169Pwäre dann sogar überdacht“, erläutert Hartwig Schultheiß auf der Pressekonferenz. Und auch die langen Taxischlangen in der kleinen Bahnhofstraße sollen verschwinden. Dort würde dann noch mehr Stellfläche für Fahrräder geschaffen werden können.

Zudem ist mit der Neubebauung der Ostseite ein integriertes Fahrradparkhaus für 2000 Fahrräder geplant, das jederzeit erweitert werden könne. In dem geplanten dreiteiligen Neubau würden weitere „bahnaffine“ Gewerbeflächen vorgesehen. Auch ein Hotel ist denkbar.

Das Konzept wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Deutscher Bahn AG (als Miteigentümer des 163171PGrundstücks auf der Ostseite) und der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) NRW durch die Landmarken AG weiterentwickelt.

Der Entwurf der Landmarken AG legt Wert auf flexible Gebäude, die für verschiedene Nutzungen verwendbar sind und auf sich veränderndes Nutzerverhalten reagieren können. Das Konzept für den Neubau der rund 28.000 qm Mietflächen bietet, zielt auf die harmonische Einbindung in die vorhandenen Strukturen ab. Das Erdgeschoss übernimmt alle zentralen Funktionen: Es bietet u.a. die Zugänge zu den Bahnsteigen, zur Fahrradstation, 163172Pzu den Haltestellen für Fernreisebusse und PKWs, sowie Platz für den Wertstoffhof der Bahn und Platz für Technikflächen. Zusätzlich wird Raum für bahnaffine Gewerbeflächen und Handel geschaffen.

Die großzügige Dachfläche verdeutlicht die systematische Trennung von Erdgeschoss- und Obergeschossnutzungen. Dieses Prinzip vermittelt die städtebauliche Grundhaltung des Neubaus indem mit einem leichtem Schwung auf den Park und die umliegende, im Bogen verlaufende Bebauung, reagiert wird: Der Stadtraum wird so schlüssig vervollständigt. Gleichzeitig werden durch das Dach die drei Gebäudeteile miteinander verbunden.

Im flexiblen Nutzungskonzept sind drei Hauptfunktionen möglich: Hotel, Büroflächen und/oder Wohnungen. In Gespräche mit möglichen Interessenten wird die Landmarken

Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, Norbert Hermanns - Vorstandsvorsitzender der Landmarken AG und Kilian Kada vom Architekturbüro KadaWittfeld

Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, Norbert Hermanns – Vorstandsvorsitzender der Landmarken AG und Kilian Kada vom Architekturbüro KadaWittfeld.

AG nun einsteigen. Die Proportionen leiten sich von den elliptisch angelegten umliegenden Wohnblockstrukturen, d.h. der Blockrandbebauung des Hansaviertels, ab. Zur Bahnseite sind die Zwischenräume der Baukörper mit transparenten Schallschutzelementen versehen, von denen u.a. das gesamte Hansaviertel profitiert.

Mit den Bauarbeiten könnte in der zweiten Hälfte des Jahres 2017 begonnen werden und die Realisierungszeit würde ca. 22 Monate betragen. Auf der Bremer Straße müssten sich alle Verkehrsteilnehmer auf eine komplett geänderte Verkehrssituation einstellen. Geplant ist, neben den durchgehenden Fahrbahnen, bei deutlich gesenktem Tempo, eine „Shared Zone“ für alle Verkehrsteilnehmer.

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Visualisierung: Landmarken AG, Architektur: kadawittfeld, Visualisierung: rendertaxi