Grundstücke händeringend gesucht

Oberbürgermeister Markus Lewe, Stadtrat Thomas Paal, Dezernent für Jugend und Familie und Anna Pohl, Leiterin Amt für Kinder, Jugendliche und Familien luden Freitag zur Vorstellung des KiTa-Jahresberichtes ein.

Danach ist die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen in Münster anhaltend hoch. „Münster wächst. bis 2020 werden, inklusive Plätze für Flüchtlingskinder, bis zu 4.000 neue Plätze benötigt“, erklärte Lewe.

Zurzeit leben in Münster ca. 16.200 Kinder unter sechs Jahren. Damit hat Münster 700 Kinder mehr, als im vergangenen Jahr. Die Prognose geht dabei von einem weiteren, signifikanten Anstieg in diesem Altersbereich aus.

Mit dem Kindertagesbetreuungsbericht 2016 legt die Stadt eine Liste von Maßnahmen vor, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Um das Ziel von 4.000 neuen Plätzen zu erreichen, sind aber weitere Schritte nötig.

In den letzten zehn Jahren hat die Stadt Münster 3.000 neue Betreuungsplätze geschaffen. Bis 2020 sollen noch 2.500 dazukommen.

Aber Münster setzt nicht nur auf KiTa´s, sondern auch auf Kindertagespflege. Mit 1.109 Plätzen deckt die Kindertagespflege im Kindergartenjahr 2016/17, etwa ein Drittel des gesamten U3-Angebotes ab.

Doch was fehlt sind Grundstücke. Münster kann sich nicht nur auf Kindertagesbetreuungsplätze konzentrieren. Es müssen z. B. bezahlbare Wohnungen gebaut und bereitgestellt werden. Die Stadt hat Grundstücke, aber halt nicht ausreichend für alle Belange. Daher kann der Abbau von zu hohen Standards ein Baustein zur „Entspannung“ sein. Anstatt z. B. KiTa´s einstöckig ebenerdig zu bauen, sollten sie in Zukunft über mehrere Stockwerke und mit mehreren Gruppen gebaut werden.

Doch das Hauptproblem sind fehlende Grundstücke. Daher werden Investoren mit Grundstücken händeringend gesucht.