Blau machen und forschen

Den Geheimnissen des Universums auf der Spur sind Wissenschaftler aus aller Welt am Kernforschungszentrum CERN bei Genf. Mit aufwendigen Experimenten wollen sie herausfinden, wie der Kosmos entstand und welchen physikalischen Gesetzen er gehorcht. Dabei blicken die Forscher in die Welt der kleinsten Teilchen. Beteiligt sind auch Physiker der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Am Donnerstag, 2. März, dürfen Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren gemeinsam mit den Münsteranern forschen. Der kostenlose Workshop – eine „International Masterclass“ – findet von 9.30 bis 17 Uhr am Institut für Kernphysik der WWU statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter http://www.uni-muenster.de/Physik/Studieninteressierte.

Die Physiker der WWU haben das Experiment „ALICE“ am Teilchenbeschleuniger LHC („Large Hadron Collider“) am CERN mit aufgebaut. Wenn im LHC Blei-Ionen mit unvorstellbarer Wucht aufeinandertreffen, entstehen Bedingungen wie in den ersten Augenblicken des Universums. Die Schüler blicken mit den CERN-Forschern in die Geburtsstunde des Kosmos und erfahren Wissenswertes über die Grundbausteine der Materie und über die Kräfte, die im Universum wirken. Sie lernen Methoden kennen, mit denen sie Daten aus dem ALICE-Experiment auswerten, und diskutieren ihre Ergebnisse in einer internationalen Videokonferenz mit Schülern aus Zagreb (Kroatien), Kopenhagen (Dänemark), Darmstadt und Frankfurt – wie es in den großen Forschungsverbünden am CERN üblich ist.

„International Masterclasses“ werden von CERN-Forschern an verschiedenen Terminen angeboten. 2017 sind etwa 200 Forschungseinrichtungen und Universitäten in 50 Ländern beteiligt. Es werden mehr als 10.000 Teilnehmer erwartet.


Damit die Schüler für die Teilnahme an der „Masterclass“ in Münster eine Befreiung vom Schulunterricht beantragen können, erhalten sie von den Veranstaltern entsprechende Teilnahmebestätigungen.