Karneval war der Hit, ganz Münster feierte mit

Rund 80.000 Karnevalisten besuchten in diesem Jahr den Rosenmontagszug und feierten unter dem Motto “ Karneval ist der Hit – ganz Münster feiert mit „. Die Jecken zogen mit 117 Wagen nach dem Start am Schlossplatz zum Servatiiplatz und anschließend über den Ludgeriplatz wieder zum Schloss.

„Die Fahrzeugsperren an neuralgischen Punkten haben niemanden vom Feiern abgehalten. Die Stimmung war ausgelassen und friedlich“, sagte Einsatzleiter Martin Mönnighoff . „Leider kam es auch wieder zu Vorfällen, die in den meisten Fällen auf den übermäßigen Konsum von Alkohol zurückzuführen sind“, resümierte Polizeidirektor Mönnighoff. „Unser Konzept in der aktuellen Sicherheitslage deutlich mehr Beamte als noch vor zwei Jahren einzusetzen ist aufgegangen.“ Mehrfach mussten Beamte einschreiten, nachdem Jugendliche randalierten, pöbelten oder Flaschen auf der Straße zerschlugen.

An der Engelenschanze spuckte ein aggressiver 17-jähriger Tatverdächtiger einer Polizistin ins Gesicht. An der Ludgeristraße riss ein unbekannter Täter einer 16-jährigen Jugendlichen die Tasche aus der Hand. Darin befand sich unter anderem ihr Smartphone.

Ein 44-jähriger Tatverdächtiger aus den Niederlanden beleidigte eine 19-Jährige im Rathausinnenhof auf sexueller Basis. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

Insgesamt schrieben die Einsatzkräfte 21 Strafanzeigen wegen Widerstand gegen Polizeibeamte, Raub, Körperverletzung, Beleidigung auf sexueller Basis und Bedrohung. Drei Personen wurden vorübergehend aufgrund ihrer Alkoholisierung in Gewahrsam genommen. Die Beamten erteilten 35 Platzverweise.

Während des Karnevalsumzugs verloren sich mehrere Eltern und Kinder aus den Augen und meldeten sich bei den Polizisten. Alle Vermissten konnten sich glücklicherweise nach kurzer Zeit wieder in die Arme schließen.

Aus den Augen von Rettungsdienst und Feuerwehr
Der Sanitäts- und Rettungsdienst für den Umzug wurde mit ca. 95 Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes, dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Malteser Hilfsdienst und der Feuerwehr Münster sichergestellt.

Um bei möglichen Brand- oder Hilfeleistungseinsätzen während des närrischen Treibens zeitnahe Einsatzmaßnahmen einleiten zu können, wurde am Stadthaus 1, an der Clemensstraße, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug des Löschzuges Gremmendorf der Freiwilligen Feuerwehr bereitgestellt.

Insgesamt kam es bis zum Ende der Maßnahmen gegen ca.18:10 Uhr zu 79 Notfällen, die durch mobile Fußtrupps, Unfallhilfs- und Sanitätsstellen, Rettungswagenbesatzungen und Notärzte bewältigt wurden. 23 Patienten mussten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert werden. Im Gegensatz zu den Jahren zuvor war in diesem Jahr das Einsatzaufkommen geringer.

Nach dem offiziellen Ende des Umzuges besetzt das Deutsche Rote Kreuz mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt ihre eigene Rettungswache an der Zumsandestraße, um die Feuerwehr im Rettungsdienst weiter zu unterstützen.

Für die Koordinierung der Einsatzmaßnahmen rund um den Rosenmontagszug wurde an der Feuerwache 1 am York-Ring, ein gemeinsamer Führungsstab eingerichtet, besetzt durch das Deutsche Rote Kreuz und der Feuerwehr Münster.