Empathie-Vermögen dank Meditation

Die Erkenntnis ist nicht neu, empathie-basierte Meditations-Programme sollen die Fähigkeit steigern, die Gefühle der Mitmenschen besser zu erkennen. Wissenschaftler der Emory Universität in Georgia konnten eine mitfühlende Genauigkeit mithilfe von Verhaltenstests und funktionellen Magnetresonanztomographien messen. Das sogenannte „Cognitively-Based Compassion Training“ (CBCT) basiert auf einem alten Meditationsprogramm der tibetischen Buddhisten. Das CBCT ist jedoch eine weltliche Technik.

Steigerung der Empathie nachweisbar
Die Untersuchung umfasste 13 gesunde Erwachsene, die keine vorherigen Meditationserfahrungen aufwiesen, wobei eine Gruppe davon die Meditationstechnik durchführte und die andere Gesundheits-Diskussionen halten musste. Um die empathische Genauigkeit messen zu können, wurden die Probanden einem Gehirn-Scan unterzogen. Die Mehrheit der Teilnehmer in der CBCT-Gruppe verbesserten ihre mitfühlenden Fähigkeiten um fast fünf Prozent, wobei die Kontrollgruppe keinerlei Erhöhung zeigte.

„Die meisten Meditationstechniken haben das Ziel der Selbsterkenntnis, was wiederum zu einem besseren Verstehen der Mitmenschen führt“, erklärt Erwin Glajcar, Vortragender am Seminar- und Meditationszentrum Wien, „Wir führen zum Beispiel die Jyoti-Methode durch, die gleichermaßen wirkt und viele Bereiche des Lebens verbessert“, sagt er.

Selbsterkenntnis stärkt Gefühlsempfindung
„Meditationsprogramme helfen auf drei Ebenen. Auf der physischen Ebene entspannt sich der Körper, was zu einer Stressreduktion führt. Untersuchungen haben belegt, dass man so sogar zu einer tieferen Entspannung kommt als beim Schlafen“, so der Berater. Nicht allein der Körper, sondern auch die Gedanken lernen mit Meditationstechniken zu ruhen.

Auf der mentalen Ebene soll die Konzentration intensiv trainiert werden und auf der emotionalen erfährt man eine Selbsterkenntnis, die den Menschen wiederum gefühlvoller, empathischer und sensibler machen soll. „Bei diesen Meditations-Trainings optimieren sich die menschlichen Beziehungen zueinander um vieles, da man sich selbst und andere besser zu verstehen lernt und feinfühliger für Emotionen wird“, führt Glajcar aus.