Tagesarchive: 29. April 2017

Rosemarie Höhle ist tot

Die Trauer um Rosemarie Höhle vereint alle, die sie, wo auch immer in der Welt, geliebt, verehrt und gekannt haben.

Aufgewachsen ist sie in einfachen Familienverhältnissen einer Schaustellerfamilie. Die beliebte und geachtete stellvertretende Vorsitzende des Schausteller-Frauenvereins verbrachte ihr Leben auf den Kirmesplätzen Westfalens. Höhle Mandeln sind ein Begriff für erstklassige Produkte auf den traditionellen Kirmesplätzen in Westfalen und dem Weihnachtsmarkt in Münster.

Ihr Lebenswerk war von frühster Kindheit an, der stetige Kampf gegen Ungerechtigkeit und Ungleichheit in der Welt, und besonders unter den Schaustellern. Für unzählige war sie Zuhörerin, Freundin, Kumpel, Stimmungsaufhellerin und Ratgeberin beim Lösen von Problemen. Für jedes noch so große „Wehwehchen“ hatte sie die passende Antwort, auch wenn die Antworten manchmal für die Ratsuchenden unbequem waren – Sie waren ehrlich und ungeschminkt. Alles in allem war sie auf jedem Festplatz – Eine Institution.

Ihre Botschaft war die Nächstenliebe und der Glanz in den Augen von beschenkten Menschen. Denn obwohl sie finanziell nicht auf goldenen Rosen gebettet war, stand das Wohlergehen der Kunden weit vor ihrem Erlös. Sie gab nicht 100% sondern hatte immer den Ansporn 1000% zu liefern. Qualität und Kundenzufriedenheit waren der höchste Anspruch, weit vor dem erzielten Gewinn, der oft minimalistisch ausfiel.

Sie vertrat die Auffassung, dass auch große Familien mit wenig Geld am Leben teilhaben können sollten, und so verrechnete sie sich öfter einmal zu Gunsten der Kunden, die es sich sonst so, kaum hätten leisten können.. Dabei gab Sie den weniger betuchten Menschen nie das Gefühl, einen Almosen zu erhalten. Der Begriff „Schausteller mit Herz“, wurde vermutlich extra für sie erfunden.

So verwundert es niemanden, wenn durch ihren unerwarteten Tod eine unfüllbare Lücke entstanden ist, die „Rosemie – Die Königin der Mandeln“, für immer unvergessen bleiben lässt. Und so ernst wie der Tod nur seien kann, war ihr letzter, hinterlegter, Wunsch – Die Freude. An ihrem Grab wünschte sie sich nur eines. „Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig. Erzählt lieber von mir und traut euch ruhig zu lachen. – Lasst mir einen Platz zwischen euch, so wie ich ihn auch im Leben hatte.

Das Schaustellergeschäft wird durch ihren Ehemann Peter Schneider Höhle mit der gleichen Liebe und Sorgfalt zu Produkten und Kunden weitergeführt.

Rosemarie Höhle wurde am 6.Oktober 1960 in Münster geboren und verstarb am 23.April 2017. Sie hinterlässt ihren geliebten Ehemann Peter Schneider Höhle und ihre Geschwister Conny, Franz, Helmut und Willi. Die Trauerfeier findet am kommenden Dienstag, den 02.Mai 2017, um 12.30 Uhr in der Kapelle auf dem Friedhof in Angelmodde an der Homannstraße, statt. Anschließend erfolgt die Beisetzung.

„Heul leiser Bibi!“ – Ein Kommentar

Es ist total instinktlos was unser Außenminister Sigmar Gabriel mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanyahu gemacht hat. Er hat sich doch tatsächlich mit zwei oppositionellen Gruppierungen getroffen und zwar mit „Breaking the Silence“ und „Betselem“. Also war es doch nur … weiterlesen