Eingemeindung zum Großraum Ost-West-Falen

Lange schon liegen die Pläne für eine neue Ballungszentrumsoffensive in den verschlossenen Schubläden der Detmolder Regierung. Doch jetzt wurden brisante Details eines unglaublichen Planes bekannt. Es wird eine neue Gebietsreform der Gemeinden angestrebt, die auf eine Vergrößerung der bestehenden Einheiten durch Eingemeindung oder Vereinigung benachbarter Gemeinden abzielt. Aber auch das Gegenteil wird erstmalig geprüft, so soll zum Beispiel der Stadtteil Münster-Hiltrup demnächst zur Samtgemeinde Hamm gehören.

Ziele sind unter anderem Einsparungen und Effizienzsteigerung der Kommunalverwaltung und weiterer kostenintensiver Einrichtungen. Die Vergangenheit hat aber auch gezeigt, dass Einsparungen nicht notwendigerweise eintreten, vielmehr können Zusammenlegungen auch zu einer Verringerung von Effizienz und Effektivität führen.

Aus Münster wird Bielefeld
Doch wie verhält sich die Namensgebung der Städte, bei der Zusammenlegung annähernd gleich großer Gemeinden? Meistens wird ein neuer Gemeindename eingeführt. Bei der Eingliederung kleinerer Gemeinden behält die größere in der Regel ihren Namen. Flächenmäßig ist Münster der Stadt Bielefeld zwar bei weitem überlegen, doch durch die Namensgebung des Umlandes „Münsterland“ kam und kommt es immer wieder zu Verwechslungen mit der Stadt Münster.

Bei der letzten großen Gebietsreform 1975, gab es erhebliche Proteste und Unruhen, die fast so verbittert geführt wurden, wie die Umbenennung des Hindenburg-Platzes vor ein paar Jahren in Münster. Dazu soll es diesmal nicht kommen, daher hat das Gremium sich gleich für eine Stadt entschieden, die es eigentlich nach verwirrten Aussagen der Neider in Deutschland nicht gibt, Bielefeld. Dabei müsste jedem Einwohner in diesem Land klar sein, dass es Bielefeld natürlich geben muss, denn wo wäre sonst der Oetker-Berg in Puddingtown beheimatet?

Gewöhnen werden sich die Bielefelder(innen) an die neue Schreibweise der Mobilitätsbranche, die bisher als „mobiel“ firmierte. Das jedoch würde den Münsterländern kaum schmecken, denn hier wird noch auf die Rechtschreibung gezählt. Daher wird der neue Verkehrsverbund auch den Namen „bims“ tragen, sofern der Rat der Stadt Osnabrück seine Zustimmung erteilt. Osnabrück wird nicht nur Friedenshauptstadt und Schlichtungsstelle für Gebietsfragen, sondern auch offizieller Austragungsort und Betriebsstätte für die vereinte Spielgemeinschaft „Vfl Arminia Preußen – Twente“, (kurz V.a.p.t.) werden.

Gewöhnen wir uns also schon einmal an den Gedanken in „Bielefeld, der Perle des Münsterlandes“ zu wohnen. Und Bielefeld hat ab Oktober auch einen Primark, also kein Grund sofort „Schwarz“ zu sehen, zumindest nicht für alle – Denn der OB der Stadt Münster, wird nach seiner regulären Entlassung, als neuer Nachtbürgermeister in Bielefeld kandidieren können.

Natürlich war dieser Artikel ein Aprilscherz