2015 starben in NRW neun Prozent mehr Kinder unter 14 Jahren als 2014

Im Jahr 2015 starben in Nordrhein-Westfalen 875 Kinder unter 14 Jahren; das waren neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor (2014: 803 Kinder). Mit 467 gestorbenen Jungen war die Zahl erneut höher als die der Mädchen mit 408.

651 und damit nahezu drei Viertel (74,4 Prozent) der Kinder starben im Jahr 2015 bereits im ersten Lebensjahr, wobei 294 Säuglinge nicht einmal die ersten 24 Stunden ihres Lebens überlebten. Die Zahl der im ersten Lebensjahr gestorbenen Säuglinge war um 6,7 Prozent höher als 2014; die Zahl der Todesfälle bei den 1- bis unter 14-Jährigen stieg gegenüber dem Vorjahreswert um 16,1 Prozent.

325 Säuglinge (49,9 Prozent) starben an Ursachen, die ihren Ursprung in der Perinatalperiode (Zeitraum von vor der Geburt bis sieben Tage danach) hatten. Angeborene Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien waren in 163 Fällen (25,0 Prozent) und plötzlicher Kindstod in 24 Fällen (3,7 Prozent) ursächlich für den Tod.

Von den 224 Gestorbenen in der Altersgruppe der 1- bis unter 14-Jährigen starben 50 an bösartigen Neubildungen und 27 Kinder infolge von angeborenen Fehlbildungen, Deformitäten oder Chromosomenanomalien. 35 Kinder kamen durch Verletzungen, Vergiftungen oder andere äußere Ursachen ums Leben; darunter befanden sich drei Kinder, die durch tätlichen Angriff oder Suizid starben.