Bildhauer Wilhelm Achtermann

Die Karriere von Wilhelm Achtermann ist wahrlich märchenhaft: Der 1799 in Münster geborene Achtermann arbeitete zunächst als Knecht auf einem Bauernhof bei Sprakel, bevor sein Talent als Holzschnitzer entdeckt wurde. Nach einer Ausbildung an der Akademie der Künste in Berlin zog er nach Rom, wo er 1884 als hochverehrter Künstlerfürst starb. Seine Werke sind tiefreligiös, wie die zarte Madonna aus weißem Carrara-Marmor (1861), die typisch für die Marienfrömmigkeit des 19. Jahrhunderts ist. Der Werdegang des Künstlers und dessen Wirkung in seiner westfälischen Heimat ist Thema beim Mittwochstreff mit Dr. Alfred Pohlmann am 21. Juni im Stadtmuseum. Der Vortrag „Ein Römer aus Münster“ beginnt um 16.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist das Museumsfoyer.