Das Stadtarchiv spürt Adelsbauten nach

Spuren, die der Adel im Laufe der Jahrhunderte im Umfeld Münsters hinterließ, zeichnet der Themenabend im Stadtarchiv nach. Es geht um Gebäude und Stammsitze, aber auch um bauliches Erbe, das nahezu verblasst ist. Darunter sind die kaum noch sichtbaren Spuren der reichen „Herren von Münster“ in der Wallburg Haskenau oder den Stammsitz der Ritter von Sonnenborn in der Hohen Ward.

Referent Fritz von Poblotzki wird Wissenswertes zum Schloss Hohenfeld bei Roxel berichten. Im 19. Jahrhundert lebte hier der Bankier Franz Theodor von Olfers (1823-1887) mit seiner Frau Bertha. Tochter Helene bewohnte Schloss Hohenfeld mit CIemens Graf von Galen, ehe es 1917 dann an eine andere münsterländische Adelsfamilie fiel.

Von dem um 1600 errichteten Haus Vögeding im Ortsteil Nienberge ist nur noch das westliche, zweigeschossige Bauernhaus mit seinem Turm an der Nordwestecke vorhanden. Auch hier geht der Blick zurück auf die wechselnden Eigentürmer wie die Familie von Schenking ab 1574 oder auf das Jahr 1827, als die Familie von Droste-Hülshoff das Gut kaufte.

Thema ist auch das Haus Dyckburg in Münsters Osten. Dessen letzter privater Besitzer war der aus einem schlesischen Adelsgeschlecht stammende Graf Bonifaz von Hatzfeld-Trachenberg, der zugleich die Boniburg in Handorf bauen ließ.

Info: Themenabend am Donnerstag, 22. Juni, um 18 Uhr im Stadtarchiv, An den Speichern 8. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird wegen begrenzter Plätze gebeten: E-Mail archiv@stadt-muenster.de oder Telefon 02 51/4 92-47 08.