Highland Games – Ein voller Erfolg

Abseits des zentralen Eventgeschehens in Greven, hat sich quasi über Nacht, eine Veranstaltung in die Herzen der Besucherinnen und Besucher am Schützenplatz des dortigen Schützenvereins Bahnhof Greven 1908 e.V., verankert.

Als vor einigen Monaten, quasi aus einer Bierlaune heraus, die Idee zu den Highland-Games geboren wurde, war die Euphorie groß. Doch dann näherte sich der Zeitpunkt der Veranstaltung, und die Anmeldungen kamen nur schleppend in Gang. Kurz vor dem Anmeldeschluss rappelten die Anmeldungen dann aus allen Ecken.

Hatte man sich kurz zuvor schon fast mit einer Absage der Veranstaltung abgefunden, keimte jetzt wieder ein Hoffnungsfunke, der sich zu einer geballten Ladung Vorfreude entwickelte. Zu Recht, denn nicht nur das Wetter spielte in erstklassiger Weise mit, auch die angemeldeten Gruppen und viele Zuschauer füllten den Austragungsort der ersten Highland-Games in Greven.

Vor Beginn der Spiele gab es das große Briefing der Veranstalter, „Der Spaß und die Freude stehen bei uns und den Teilnehmern im Vordergrund. Daher ist es auch das höchste Gebot, menschlich, respektvoll und sportlich fair einander zu schätzen und friedlich miteinander umzugehen.“ Diese einleitenden Worte wurden, von Teilnehmern und Gästen bejubelt und ohne Ausnahme bis zum Ende der Veranstaltung eingehalten.

Da das Schützengelände nur begrenzten Raum bot, wurden die Highland-Games etwas abgewandelt und den Möglichkeiten des Platzes sowie auch den Sicherheitsaspekten angepasst. So gab es Sackhochwerfen, Bierfass heben, Medizinball-Weitwurf, Sack hüpfen, Trecker-Reifen wuchten und Tau ziehen, als sportliche Disziplinen.

Gewertet wurden nicht nur die sportlichen Höchstleistungen der einzelnen Gruppen, sondern auch das Erscheinungsbild der Gruppen. Gruppen, die komplett im Kilt erschienen, bekamen Zusatzpunkte. Gruppen, die einen Piper mitbrachten, konnten sich auch Zusatzpunkte verdienen, sofern der Piper einen Ton aus dem Dudelsack herauspressen konnte. Doch leider schaffte diese Zusatzpunkte keine der angetretenen Gruppen.

Dafür konnte Graham Gray aus Reckenfeld mit seinen Dudelsack-Klängen überzeugen. Der professionelle Musiker brachte die Stimmung zum Kochen, als er mit altbekannten Klängen, den Gruppen zum Einzug spielte. Minutenlanger Applaus wurde ihm auch immer wieder während der gesamten Veranstaltung gespendet. Denn er hatte nicht nur alle bekannten Lieder im Repertoire, sondern konnte auch jedes Lied nachspielen, welches ihm zugepfiffen wurde.

Überhaupt, das Rahmenprogramm und die allgegenwärtige schottische Musik, machten im perfekten Zusammenspiel mit der auf dem Platz ausgetragenen Spiel-Geräusch-Kulisse und dem idealen Wetter, das Highland Feeling für Besucher und Akteure aus. Das Bild vervollständigten die Besucherinnen und Besucher, die aus umliegenden Städten zum Spiel-Ereignis anreisten, und teilweise original Kleidung dem Anlass angepasst, trugen. Um es kurz zu machen, es war wie ein kleiner Urlaub in Schottland.

Dass dabei neue Freundschaften entstanden, war für die aufgeschlossenen Gäste ganz selbstverständlich. Nach wenigen Worten waren Teilnehmer und Gäste beim „Du“ und hatten bis in die frühen Abendstunden ein großartiges Fest und eine glückliche Zeit miteinander.

Greven hat sich in den vergangenen Jahren durch eine Vielzahlt erstklassiger Veranstaltungen in den Terminkalendern von erlebnisfreudigen Menschen einen Namen gemacht, wo selbst größere Städte wie Enschede aus den benachbarten Niederlanden, Osnabrück aus Niedersachsen, Bielefeld in Ostwestfalen (Ja es gibt diese Stadt!) und Münster, oft neidisch rüber blicken.

Sofern es aus organisatorischer Sicht des Schützenvereins möglich ist, soll die Veranstaltung einen festen Platz im Jahresverlauf bekommen. Doch dafür braucht es dann einen größeren Platz, wo auch die Anwohner nicht unter der steigenden Veranstaltungsdichte leiden müssen, betonen die Schützen. Das an das Spiel ohne Grenzen erinnernde Highland-Spektakel, hat das Potenzial zu einer beliebten Erweiterung im Grever Eventhimmel aufzusteigen. Disqualifiziert werden muss nur die Bratwurst-Schneide-Maschine am Imbiss-Stand, die alles machte, nur nicht die Bratwurst zu schneiden 😉


Platzierungen:
Von den teilnehmenden Gruppen, schafften es die Schützengesellschaft Westerode auf den dritten Platz. Auf dem zweiten Platz verewigte sich die Karnevalsgesellschaft „KGeht noch was“ aus Greven. Den ersten Platz erkämpfte sich bei den – 1. Highland Games in Greven- der Stammtisch Suffkompanie „Der klügere kippt nach“ aus Reckenfeld.